HundGeodogging: Nicht einfach nur Gassi gehen

Geodogging Gemeinsam aktiv werden und die Hundenase einsetzen.

Schäferhund steht vor freudig Herrchen in Gassirunde
DenisProduction.com - stock.adobe.com
Geodogging verbindet Bewegung, Spiel und Nasenarbeit – und macht die gemeinsame Schatzsuche mit dem Hund zu einer abwechslungsreichen Beschäftigung im Freien. (Symbolbild)

Geodogging – auch als Geocaching mit Hund bekannt – verbindet Bewegung an der frischen Luft mit gezielter Nasenarbeit. Statt einer klassischen Gassirunde begeben sich Mensch und Hund dabei gemeinsam auf eine Schatzsuche. Ausgangspunkt sind per GPS festgelegte Koordinaten, die mit dem Smartphone angesteuert werden. Am Ziel angekommen, ist der Hund gefragt.

Geocaching mit Hund – so funktioniert das Prinzip

Beim Geodogging handelt es sich im Kern um ein Geruchssuchspiel. Der Hund wird vorab auf einen bestimmten Duft konditioniert, der später auch am „Schatz“ angebracht ist. Sobald die Koordinaten erreicht sind, erhält der Hund ein Signal und beginnt, in einem begrenzten Suchradius nach dem versteckten Gegenstand zu suchen.
„Die Idee ist natürlich bestens geeignet, um auch mit dem eigenen Hund kleine Abenteuer zu erleben und ihn bei der Suche helfen zu lassen“, meint Nicola Franzkowiak, Hundetrainerin und Leiterin einer Hundeschule, die selbst Kurse zum Geodogging anbietet.

Vorbereitung und Training sind entscheidend

Damit die Suche gelingt, braucht es ein kurzes Training. Der Hund muss lernen, sich einen Geruch einzuprägen und diesen auf Signal hin wiederzufinden. Geeignet sind zum Beispiel Teebeutel, die einen konstanten Duft abgeben. Von ätherischen Ölen ist hingegen Vorsicht geboten, da sie für Hunde problematisch sein können.
Zum Einstieg lässt sich der Trainingsgegenstand zunächst in der Wohnung verstecken. Wird die Suchaufforderung mit einem Kommando oder Marker-Signal verknüpft und bei Erfolg belohnt, lassen sich die Grundlagen meist schnell festigen. „Zum Üben kann man ihn dafür erst einmal Schnuppern lassen, den Gegenstand dann im Zimmer verstecken und ihn danach suchen lassen“, erklärt Franzkowiak.

Für welche Hunde eignet sich Geodogging?

Grundsätzlich ist Geodogging als Freizeitbeschäftigung für alle Hunde geeignet. Da keine langen Fährten verfolgt werden müssen, sind weder Größe noch Rasse entscheidend. „Es kommt höchstens vor, dass die Suche oder das Lernen bei einem Tier mal länger dauert als beim anderen“, so Franzkowiak. Wichtiger als äußere Merkmale sind Gesundheitszustand und Temperament des Hundes.

Rücksicht auf Umwelt und Umfeld

Wie bei jeder Outdoor-Aktivität mit Hund gilt auch beim Geodogging: Rücksicht nehmen. Ausreichend Wasser und kleine Belohnungen sollten immer mitgeführt werden. Die Suche sollte zudem so gestaltet sein, dass weder andere Menschen noch Wildtiere gestört werden. Die Trainerin betont: „Ich verstecke meine Schätze daher immer nah am Wegesrand … und die Hunde sind dabei immer angeleint.“ Nicht gefundene Gegenstände werden nach der Suche selbstverständlich wieder eingesammelt.

Flexibel einsetzbar – auch im Urlaub

Einmal gelernt, lässt sich Geodogging nahezu überall umsetzen – auch unterwegs oder im Urlaub. Wer möchte, kann den Schwierigkeitsgrad steigern und verschiedene Gerüche einführen, aus denen der Hund gezielt auswählen soll. Gerade diese Vielseitigkeit macht für viele Hundehaltende den Reiz dieser gemeinsamen Schatzsuche aus.

Quelle: Industrieverband Heimtierbedarf (IVH)
kcl