RindRindergesundheit: Parasitenkontrolle vor dem Weideaustrieb im Fokus

Bundesverband für Tiergesundheit e.V. rät zu einer individuellen Strategie gegen Parasiten. 

Bayerische Idylle, Kühe grasen auf grüner Wiese unter blauem Himmel
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Die Entwurmung oder Parasitenbehandlung zum Weidebeginn zählt zu den wirkungsvollsten Maßnahmen in Rinder haltenden Betrieben - Symbolbild

Mit dem Beginn des Frühjahrs und dem bevorstehenden Weideaustrieb rückt für viele Rinder haltende Betriebe erneut die Parasitenbekämpfung in den Vordergrund. Fachorganisationen betonen, dass eine betriebsspezifische, gezielte und verantwortungsvolle Parasitenstrategie entscheidend ist, um die Tiergesundheit langfristig zu sichern und die Leistungsfähigkeit der Tiere zu erhalten.

Parasiten als Belastungsfaktor für Immunsystem und Leistung

Parasitäre Erkrankungen durch Würmer, Einzeller oder Leberegel können die Abwehrkräfte der Tiere schwächen und zu Stress sowie anhaltenden Leistungseinbußen führen. Häufig äußert sich dies in reduziertem Wachstum, schlechtem Allgemeinbefinden oder Durchfällen.
Die Initiativplattform Gesundes Kalb | Gesunde Kuh stellt Landwirtinnen und Landwirten kompakte Informationen zur Verfügung, die eine fundierte Auseinandersetzung mit Prävention und Bekämpfung erleichtern.

Behandlungsstrategien zum Frühjahrsaustrieb

Die Entwurmung oder Parasitenbehandlung zum Weidebeginn zählt zu den wirkungsvollsten Maßnahmen in Rinder haltenden Betrieben, insbesondere bei Jungrindern und trächtigen Färsen. Dadurch lässt sich die Belastung mit Parasiten nachhaltig reduzieren.
Wie intensiv die Maßnahmen ausfallen müssen, hängt dabei von Faktoren wie Besatzdichte, Witterungsverlauf, regionalen Gegebenheiten oder der Beschaffenheit der Weide ab. Untersuchungen von Kotproben sowie Tankmilchtests unterstützen die Entscheidungsfindung und helfen, die passende Behandlungsstrategie zu planen.

Bedeutung des umfassenden Hygienemanagements

Medikamente spielen eine wichtige Rolle in der Parasitenbekämpfung, reichen allein jedoch nicht aus. Ein umfassendes Hygienemanagement – sowohl auf der Weide als auch im Stall – ist unverzichtbar, um die Ausbreitung von Krankheitserregern zu verhindern. Unter dem Begriff Biosicherheit werden sämtliche Maßnahmen zusammengefasst, die dazu beitragen, Tierbestände vor Kontamination zu schützen und Infektionsketten zu unterbrechen.

Nachhaltige Kontrolle durch Diagnostik und Monitoring

Langfristiger Erfolg in der Parasitenkontrolle beruht auf einem Zusammenspiel verschiedener Bausteine: regelmäßige Diagnostik, gezielte Behandlungen, Erfolgskontrollen und eine an die jeweilige Haltung angepasste Managementstrategie. Ein enger Austausch zwischen Landwirtinnen, Landwirten und Tierärztinnen bzw. Tierärzten ist dabei ein zentraler Bestandteil.
Die Initiativplattform Gesundes Kalb | Gesunde Kuh bietet ergänzend zahlreiche Module zu weiteren relevanten Tiergesundheitsthemen wie Euter‑, Kälber‑, Stoffwechsel- und Klauengesundheit.

Quelle: Bundesverband für Tiergesundheit e.V.

kcl