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Erreger und Übertragungswege
Hunde sind der Hauptwirt des Erregers der kaninen Leishmaniose, Leishmania infantum. Die Übertragung der Protozoen durch Sandmücken (Gattung Phlebotomus) spielt für die Verbreitung der kaninen Leishmaniose die größte Rolle. Erheblich seltener, aber möglich sind daneben Übertragungswege von Hund zu Hund sowie von trächtigen Hündinnen auf ihre ungeborenen Welpen [1], [2].
Merke
In der Regel tragen infizierte Hunde den Erreger ein Leben lang in sich, da eine vollständige Eliminierung mit der bislang zur Verfügung stehenden Therapie meist nicht gelingt [1].
Biologie des Vektors und des Erregers
Sandmücken [Abb. 1] kommen v. a. in tropischen und subtropischen Regionen vor, darunter der gesamte Mittelmeerraum, Länder des afrikanischen Kontinents sowie des Nahen Ostens, wobei sich die Verbreitung inzwischen aus den klassischen Gebieten herausbewegt hat.

Die blutsaugenden Sandmücken sind v. a. während der Dämmerung und Nacht aktiv. Infizierte Sandmückenweibchen übertragen Leishmanien während der Blutmahlzeit [Abb. 2].

Leishmanien liegen während ihrer Entwicklung im Vektor als promastigote Form (begeißelte extrazelluläre Stadien) vor. Nach der Übertragung auf Wirbeltiere werden sie von Makrophagen aufgenommen und wandeln sich zu amastigoten, intrazellulären Parasiten. Dort vermehren sie sich, bis die Parasitenlast so groß ist, dass die Makrophagen platzen und massenhaft Amastigote freisetzen. Diese werden von anderen Zellen des mononukleären Systems phagozytiert, hauptsächlich im Blut, in der Leber, in der Milz und im Knochenmark [2].
Ist Leishmaniose eine Zoonose?
Neben Hunden und Katzen können auch Menschen an Leishmaniose erkranken. Wie groß das Übertragungsrisiko vom Hund auf den Menschen ist, lässt sich schwer einschätzen. Personen mit Hautverletzungen oder Ekzemen sollten den Kontakt zu Hunden mit einer aktiven Leishmaniose möglichst meiden, gleiches gilt für kleine Kinder und immunsupprimierte Menschen [1].
Verbreitungsgebiete
Die Verbreitungsgebiete der Leishmaniose [Abb. 3] gehen weitgehend mit denen des Vektors einher. Während Sandmücken früher hauptsächlich auf tropische und subtropische Regionen beschränkt waren, finden die zu den Schmetterlingsmücken zählenden Parasiten inzwischen aufgrund der Klimaveränderungen auch in nördlicheren Gebieten sowie höheren geografischen Lagen gute Lebensbedingungen. Autochthone Infektionen werden mittlerweile jährlich aus den Alpenregionen und nördlich der Alpen gemeldet, sind jedoch insgesamt immer noch relativ selten [1], [2].

Einheimische Hunde stecken sich entsprechend ggf. während Urlaubsreisen in Hochrisikogebiete an oder beherbergen den Erreger bereits, wenn sie aus solchen Regionen stammen und nach Deutschland importiert werden. Infizierte Tiere stellen ein Erregerreservoir dar und sind eine potenzielle Ansteckungsquelle für Hunde – möglicherweise auch in Regionen, die bislang nicht zu den Hochrisikogebieten zählen [1], [2].
Kanine Leishmaniose: vielfältige Symptomatik
Die Klinik und der Verlauf der kaninen Leishmaniose hängen v. a. von der Immunreaktion des Individuums ab. So ist es möglich, dass infizierte Hunde zunächst unauffällig sind, aber zu einem späteren Zeitpunkt – teilweise erst nach Jahren – Krankheitszeichen entwickeln. Daher ist es wichtig, die Erkrankung frühzeitig festzustellen und infizierte Tiere regelmäßigen diagnostischen Kontrollen zu unterziehen [1].
Die kanine Leishmaniose kann verschiedene Organsysteme betreffen und entsprechende klinische Hinweise liefern. Die Inkubationszeit, der sich bei Hunden ausbildenden Leishmaniose, ist 1 – 3 Monate, kann aber auch mehrere Jahre andauern.
Allgemeine Symptome
Zu den allgemeinen, wenig spezifischen Krankheitszeichen zählen:
- Gewichtsverlust
- Fressunlust, jedoch gelegentlich auch gesteigerter Appetit
- Apathie, Schwäche
- Fieber
- Erbrechen
- Durchfall
- Polyurie/Polydipsie
- blasse Schleimhäute
- Muskelatrophie
Zudem besteht häufig eine generalisierte Lymphadenopathie und Milz sowie Leber sind oft vergrößert.
Hautveränderungen
Symptome der Haut und Hautanhangsgebilde kommen bei den meisten Hunden im fortgeschrittenen Stadium vor. Diese Symptome umfassen:
- papulös-ulzerative Läsionen an der Stichstelle (als erste, oft unbemerkte klinische Veränderung)
- nicht juckende, exfoliative Dermatitis
- haarlose Stellen
- Hauterosionen, Ulzerationen, Knötchen, Pusteln, Papeln
- Ulzerationen an den mukokutanen Übergängen und der Schleimhaut (Maul-, Genital- und Nasenschleimhaut)
- Onychogrypose
Merke
Die Hautveränderungen treten typischerweise an den Ohrrändern, im Bereich um die Augen (Brillenbildung), am Nasenspiegel und später auch am Rücken oder an den Gliedmaßen auf.
Augenveränderungen
Folgende Veränderungen der Augen können vorkommen:
- Blepharitis
- Konjunktivitis
- Keratokonjunktivitis
- Uveitis
- Endophthalmitis
Weitere klinische Symptome
Zusätzlich können weitere Symptome bestehen, darunter:
- Nasenbluten
- Lahmheit
- Symptome infolge von vaskulären Veränderungen wie Vaskulitis und Thrombembolien
- neurologische Störungen
Laborveränderungen
In der Laboruntersuchung können sich zudem folgende Veränderungen zeigen:
- mäßige, nicht regenerative Anämie
- Leukozytose oder Leukopenie
- Thrombozytopenie
- Hypergammaglobulinämie
- Hypoalbuminämie
- erniedrigter Albumin-Globulin-Quotient
- Proteinurie infolge einer Niereninsuffizienz
- erhöhte Leberenzymwerte
- Azotämie
Leishmaniose-Diagnostik
Eine sorgfältige Diagnostik sollte bei klinischen Symptomen [Abb. 4] und entsprechender Auslandsanamnese, die in den meisten Fällen besteht, erfolgen. Zudem gilt die Empfehlung, auch klinisch gesunde Hunde in folgenden Fällen auf Leishmaniose zu untersuchen:

- nach Aufenthalten in Endemiegebieten (einschl. Importhunde) [Abb. 5]

- vor einer geplanten Leishmaniose-Impfung
- vor Blutspenden
- vor dem Einsatz als Zuchthund
Die Diagnose der kaninen Leishmaniose ist nicht immer einfach: Auf der einen Seite, weil infizierte Hunde lange beschwerdefrei sein können, auf der anderen Seite, weil die Klinik nicht immer eindeutige Hinweise liefert, v. a. wenn zunächst unspezifische Symptome im Vordergrund stehen. Hinzu kommt, dass für Letztere bei Hunden mit entsprechender Auslandsanamnese weitere vektorenübertragene Erkrankungen infrage kommen.
Diagnoseverfahren und geeignetes Probenmaterial
Grundsätzlich stehen zur Bestätigung der Infektion direkte und indirekte Verfahren zur Verfügung.
Parasitologische Verfahren
Der mikroskopische Nachweis von Amastigoten aus gefärbten Ausstrichen von Knochenmarks- oder Lymphknotenaspiraten ist beweisend für die Diagnose. Die Sensitivität für den Nachweis aus dem Knochenmark ist etwas höher (bis zu 85%) als jene für die Untersuchung von Lymphknotenmaterial (bis zu 58%). Nachteile der Methode sind die Invasivität und der relativ hohe Zeitaufwand [2].
Histopathologische (HE-gefärbte Schnitte) und immunhistochemische Untersuchungen von formalinfixierten, paraffineingebetteten Gewebeproben erhöhen die Sensitivität nicht und erfordern zusätzlich besondere Fachkenntnisse. Falsch positive Ergebnisse sind durch Artefakte möglich. Das Anlegen von In-vitro-Kulturen spielt aufgrund des hohen Zeit- und Kostenaufwands unter Praxisbedingungen i. d. R. keine Rolle. Auch Abklatschpräparate aus ulzerierten Hautbereichen ermöglichen den parasitologischen Nachweis [2].
Molekularbiologische Verfahren
Diese Verfahren gehen mit einer höheren Sensitivität als der parasitologische Nachweis einher. Verschiedene Varianten der PCR kommen zum Einsatz (konventionelle PCR, Nested-PCR, Real-Time-PCR). Die Sensitivität und Spezifität können unter den PCR-Verfahren nochmals variieren, die höchste Sensitivität besteht für die Real-Time-PCR [3].
In Knochenmark und Lymphknoten ist die Parasitenbürde i. d. R. am größten, während eine Parasitämie selbst bei Hunden im schweren Krankheitsstadium gering ausgeprägt sein kann. Vorteile der PCR sind der geringe Zeitaufwand und die Möglichkeit, auch nicht invasive Proben (z. B. Abstrich von Bindehaut und Maulschleimhaut, Haare und weitere) heranzuziehen. Allerdings gelten Proben aus Knochenmark, Lymphknoten und Konjunktivalabstriche als empfehlenswert, während Blut, Buffy-Coat und Urin sich aufgrund der geringeren Sensitivität weniger eignen [2].
Serologische Verfahren
Zu den serologischen Verfahren zählen:
- quantitative Methoden (IFAT, ELISA, Western Blot)
- qualitative Methoden (Schnelltests)
Grundsätzlich ist der Antikörpernachweis in klinischen Fällen sehr sensitiv, in symptomlosen Fällen ist die Sensitivität deutlich geringer. Auch wenn es i. d. R. binnen weniger Monate zu einer Serokonversion kommt, liefert der alleinige Nachweis von Leishmania-Antikörpern noch keine Aussage zur Erkrankung bzw. zu der Unterscheidung zwischen Immunität und Infektiosität [2].
Praxis
Es ist ratsam, den Antikörpernachweis mit einem nicht-immunologischen Test zu kombinieren und serologische Untersuchungen nach Zeitabständen von 3 – 6 Monaten zu wiederholen [2].
Die Sensitivität und Spezifität der serologischen Tests können variieren. Kommerzielle Schnelltests bieten den Vorteil einer raschen Anwendung unter Praxisbedingungen, liegen jedoch in Spezifität und Sensitivität unter IFAT und ELISA und falsch negative Ergebnisse sind möglich. Daher haben Schnelltests nur eine eingeschränkte Aussagekraft. Zu beachten sind außerdem die serologischen Ergebnisse bei geimpften Hunden [2].
Differenzialdiagnosen
Differenzialdiagnostisch kommen u. a. weitere Vektor-übertragene Erkrankungen wie die Ehrlichiose, die Babesiose oder die Hepatozoonose sowie z. B. immunologische Erkrankungen in Betracht.
Klinische Stadien und Therapie
Nach wie vor gilt eine vollständige Eliminierung des Erregers bei betroffenen Hunden als extrem schwierig und gelingt i. d. R. nicht. Eine angemessene Behandlung, die auch lebenslange Kontrolluntersuchungen einschließt, hat zum Ziel, die Parasitenbürde zu reduzieren und das Immunsystem zu stabilisieren. Das Risiko und die Häufigkeit von Rezidiven lassen sich entsprechend senken [2].
Die therapeutischen Maßnahmen erfolgen abhängig vom klinischen Stadium der Leishmaniose [2]. Folgende 4 Krankheitsstadien werden unterschieden [2], [3]:
- Stadium I: asymptomatische bis leichte Erkrankung, z. B. Vergrößerung einzelner Lymphknoten, ggr. Hautsymptome, schwach positiver Antikörper-Titer, keine Proteinurie bzw. normale Nierenfunktion
- Stadium II: mäßige Erkrankung, niedriger bis hoher Antikörper-Titer, Hautläsionen an charakteristischen Stellen, Inappetenz, Gewichtsverlust, keine Proteinurie bzw. normale Nierenfunktion
- Stadium III: schwere Erkrankung in Verbindung mit chronischer Nierenerkrankung (IRIS-Stadium I oder II) und weiteren Beschwerden zuzüglich denen aus Stadium I und II, mittlere bis hohe Antikörper-Titer
- Stadium IV: sehr schwere Erkrankung mit nephrotischem Syndrom und terminaler Nierenerkrankung, zusätzliche Beschwerden zu Symptomen aus Stadium III, z. B. thromboembolische Ereignisse
Therapie
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Merke
Bereits ab Stadium III ist ein zusätzliches therapeutisches Management der chronischen Nierenerkrankung (und ggf. weiterer Beschwerden) erforderlich.
Da auch nach mehrjähriger symptomloser Zeit Rezidive auftreten können, sollte eine regelmäßige Überwachung durchgeführt werden. Kommt es zur klinischen Heilung inklusive normalisierter Blutparameter, ist es ratsam, die Behandlung abzusetzen und die Hunde nach 3 Monaten und danach in halbjährlichen Intervallen zu untersuchen. Bei beginnender Hypergammaglobulinämie wird eine erneute Behandlung empfohlen. Weiterhin sollten infizierte Tiere, um einer Endemisierung entgegenzuwirken, während der Mückensaison mit einem mückenrepellierenden Präparat behandelt werden.
Unerwünschte Wirkungen
Neben verschiedenen weiteren Nebenwirkungen können unter der Therapie mit Allopurinol Harnsteine (Xanthinsteine) auftreten. Gegebenenfalls ist es daher ratsam, eine potenzielle Urolithiasis sonografisch zu kontrollieren. Nach Beendigung der Behandlung sinkt das Urolithiasis-Risiko wieder auf das Ausgangsniveau. Für Miltefosin sind v. a. gastrointestinale Beschwerden wie Erbrechen und Durchfall beschrieben – diese lassen sich meist gut mildern, wenn das Mittel zum Futter verabreicht wird.
Weitere Medikamente
Jüngeren Erkenntnissen nach scheint Domperidon sich zur Therapie der frühen Krankheitsstadien zu eignen und einer Progression der klinischen Beschwerden entgegenzuwirken.
Es gibt Berichte über weitere Arzneimittel zur Behandlung der kaninen Leishmaniose, z. B. Paromomycin, Furazolidon, Marbofloxacin, Perifosin oder die Verwendung des Ergänzungsfuttermittels Impromune. Allerdings gilt bisher für keinen dieser Wirkstoffe eine Empfehlung zur Erstlinientherapie. Amphotericin B ist aufgrund seiner nierenschädigenden Wirkung und der intravenösen Verabreichung nicht im Fokus der Behandlung von Hunden. Gegen den Einsatz des Mittels spricht außerdem, dass es in der Humanmedizin zur Leishmaniose-Therapie verwendet wird und im Hinblick auf eine mögliche Resistenzentwicklung nur zurückhaltend eingesetzt werden sollte.
Prognose
Die Prognose ist bei entsprechender Therapie für Hunde im Stadium I i. d. R. gut, im Stadium II gut bis mäßig und in den Stadien III und IV vorsichtig bis schlecht, wobei Verläufe individuell abweichen können.
Bislang sind vereinzelt Fälle von Resistenzen für Megluminantimonat (in vitro) und für Allopurinol beschrieben. Weitere Untersuchungen sind erforderlich, um diese Fälle besser bewerten zu können.
Prophylaxe: Antiparasitika und Impfung
Generell gilt die Empfehlung, Hunde nicht in Hochrisikogebiete der Leishmaniose bzw. in die Verbreitungsgebiete des Vektors mitzunehmen. Auch wenn die Hauptanflugzeit der Mücken für viele Regionen von April bis September beschrieben wird, kann infolge klimatischer Veränderungen in manchen Gebieten über die genannten Monate hinaus ein Infektionsrisiko bestehen. Ist eine Reise in Verbreitungsgebiete des Vektors unumgänglich, sind Maßnahmen, die Hunde vor Sandmückenstichen schützen, essenziell.
Zur Prophylaxe kommen Repellentien infrage, v. a. in Form von Spot-ons und Halsbändern. Präparate mit synthetischen Pyrethroiden (Deltamethrin, Permethrin sowie Flumethrin) sind zur Sandmückenabwehr bzw. zur Verringerung des L. infantum-Infektionsrisikos auf dem Markt erhältlich.
Um Hunde zusätzlich vor einer Mückenexposition zu schützen, sollten sie während der Dämmerung und Nacht in geschlossenen Räumen gehalten werden und – wenn möglich – sollten Fenster und Türen mit Moskitonetzen versehen werden.
Aktuell steht in Deutschland ein Impfstoff zur Bekämpfung der kaninen Leishmaniose zur Verfügung. Er kann seronegativen, gesunden Hunden ab einem Alter von 6 Monaten verabreicht werden. Nach einer einmaligen Erstimpfung sind (bei geplanten Reisen in Endemiegebiete) jährliche Auffrischimpfungen erforderlich. Die Impfung vermag eine Infektion nicht zu verhindern, reduziert aber das Risiko einer aktiven Infektion und einer schweren Erkrankung. Eine Unterscheidung von Impf-Antikörpern und infektionsbedingten Leishmania-Antikörpern ist möglich.
Merke
Idealerweise werden die Maßnahmen zum Schutz vor Stechmücken mit der Impfung kombiniert.
Zudem sollte nach der Rückkehr aus dem Endemiegebiet eine serologische und klinische Überwachung erfolgen.
Service-Tipp zu ESCCAP-Material
Weitere ausführliche Informationen zur Leishmaniose können Sie der ESCCAP-Empfehlung Nr. 5: „Bekämpfung von durch Vektoren übertragenen Erkrankungen bei Hunden und Katzen“ (04/2011) [1] entnehmen. Diese sowie weitere ESCCAP-Materialien stehen Ihnen hier kostenlos zur Verfügung:
Fazit
Leishmaniose-Fälle bei Hunden könnten in Zukunft weiter zunehmen. Zu den Gründen zählen die zunehmende Verbreitung des Vektors (aufgrund der veränderten klimatischen Bedingungen), die vermehrte Reiseaktivität mit Hunden und eine steigende Anzahl von Importhunden aus Risikogebieten. Angesichts der Schwere dieser potenziell tödlichen Erkrankung und der damit für Tier und Mensch verbundenen Belastungen der Behandlung sollte die Beratung von Besitzer*innen zu Prophylaxemaßnahmen im Zentrum stehen. Um einer Verbreitung durch infizierte Tiere als Ansteckungsquelle Einhalt zu gebieten und schwere Krankheitsverläufe zu vermeiden, sind eine sorgfältige Diagnostik und Therapie essenziell.
Über ESCCAP
Das European Scientific Counsel Companion Animal Parasites ist eine in Großbritannien eingetragene Vereinigung von europäischen VeterinärparasitologInnen. Inzwischen sind 19 europäische Länder bei ESCCAP vertreten. In Deutschland ist ESCCAP ein eingetragener Verein. Ziel von ESCCAP ist es, fundierte Informationen zur Verfügung zu stellen, die helfen, Hunde und Katzen, kleine Heimtiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen sowie Pferde – aber auch den Menschen (Zoonosen) – vor einem Befall mit Parasiten und dessen Folgen zu schützen.
- ESCCAP Deutschland e. V.. Deutsche Adaption der ESCCAP-Empfehlung Nr. 5. Bekämpfung von durch Vektoren übertragenen Erkrankungen bei Hunden und Katzen (April 2011). www.esccap.de/empfehlung/vbds Stand: Oktober 2024
- Morales-Yuste M, Martín-Sánchez J, Corpas-Lopez V. Canine Leishmaniasis: Update on Epidemiology, Diagnosis, Treatment, and Prevention. Vet Sci 2022; 9: 387
- Leishvet. Canine and Feline Leishmaniosis. 4. Aufl. (September 2018). www.leishvet.org/wp-content/uploads/2018/09/EN-Guidelines.pdf Stand: Oktober 2024
Der Originalbeitrag zum Nachlesen:
Samson-Himmelstjerna, G., Huber, P. Leishmaniose: Diagnostik und Therapie, kleintier konkret 2024; 27(06): 24-30, DOI: 10.1055/a-2415-2071
(JD)



