ForschungGründungsimpulse für die Tiermedizin: TiHo und Hochschule Hannover starten gemeinsames Zentrum „zebra“

„zebra“ soll Hochschulangehörige und Alumni der TiHo und Hochschule Hannover auf dem Weg in die unternehmerische Selbstständigkeit unterstützen. 

Quelle: TiHo
Der Name „zebra“ steht nicht nur als Abkürzung für das „Zentrum für Entrepreneurship, Business, Research und Academia“. Er symbolisiert zugleich Eigenständigkeit und Gemeinschaft.

Mit dem Projekt zebra – Zentrum für Entrepreneurship, Business, Research und Academia haben die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) und die Hochschule Hannover (HsH) ein gemeinsames Gründungszentrum ins Leben gerufen. Ziel ist es, Hochschulangehörige und Alumni beider Institutionen auf dem Weg in die unternehmerische Selbstständigkeit zu unterstützen. Gefördert wird das Vorhaben im Programm zukunft.niedersachsen durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie die VolkswagenStiftung mit 2,12 Millionen Euro.

Bündelung von Gründungs- und Forschungskompetenz

Im neuen Zentrum bringen beide Hochschulen ihre jeweiligen Stärken zusammen: Die HsH verfügt über umfassende Expertise in den Bereichen Gründung und Entrepreneurship, während die TiHo ihre Forschungskompetenz einbringt. Im Fokus stehen dabei Lehre, Forschung und Wissens¬transfer. Unternehmerisches Denken soll nachhaltig an beiden Einrichtungen verankert werden.

TiHo-Präsident Professor Dr. Klaus Osterrieder betont:
„Mit dem Projekt zebra wollen wir aktiv Talente fördern und für Ausgründungen vorbereiten. Dabei bringen wir die Stärken unserer Hochschuleinrichtungen zusammen, um Forschende – seien es Studierende, Alumni oder angestellte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – mit den richtigen Experten für Entrepreneurship und Transfer zusammenzubringen.“ Gerade in der Tiermedizin bearbeite die TiHo zahlreiche gesellschaftlich relevante Themen. „One Welfare, also das Wohlergehen und die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt, ist unser Nordstern“, so Osterrieder weiter.

Rückenwind für Ausgründungen aus der Forschung

Auch die Hochschule Hannover sieht in der Kooperation große Chancen. HsH-Präsident Professor Dr. Josef von Helden erklärt:
„Diese Kooperation ist für uns ein echter Gewinn. Unterschiedliche Stärken kommen hier auf ideale Weise zusammen und eröffnen neue Wege für Ausgründungen aus der Forschung.“
Zugleich solle der Gründungsgeist hochschulweit gestärkt werden. „Vereinfacht gesagt: Gemeinsam kommen wir schneller und weiter voran“, so von Helden.

Aus Sicht des Landes unterstreicht das Projekt die Bedeutung der Hochschulen für den Innovationsstandort Niedersachsen. Professor Dr. Joachim Schachtner, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, sagt:
„zebra ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie wissenschaftliche Exzellenz und unternehmerischer Geist erfolgreich verbunden werden können.“

Drei Säulen für den Weg zur Gründung

Das inhaltliche Konzept des Gründungszentrums wurde von Professor Dr. Michael Pees (TiHo) und Professor Dr. Christian Lehmann (HsH) entwickelt. Es basiert auf drei Säulen:

  • Gründungssensibilisierung und -qualifizierung
  • Gründungscoaching für Hochschulangehörige und Alumni
  • Spin-off-Begleitung für Forschende

Besonderer Wert wird dabei auf Chancengleichheit sowie Gender- und Diversitätsaspekte gelegt. Die Umsetzung des Konzepts erfolgt durch ein fünfköpfiges Projektteam und ist bis zum Jahr 2030 angelegt.

Mehr als ein Name

Der Name „zebra“ steht nicht nur als Abkürzung für das „Zentrum für Entrepreneurship, Business, Research und Academia“. Er symbolisiert zugleich Eigenständigkeit und Gemeinschaft. Projektleiterin Mahnaz Stavropoulos ergänzt augenzwinkernd:
„Und es frisst lieber Grünes als Wettbewerber.“
Mit zebra wollen die beteiligten Hochschulen jungen Talenten Mut machen, unternehmerische Wege einzuschlagen – und sie dabei gezielt begleiten und qualifizieren.

Quelle: Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)

kcl