
In Deutschland fehlt bislang eine spezialisierte Vergiftungsberatung für die Tiermedizin. Zwar existieren in der DACH-Region mehrere Giftnotrufe, diese sind jedoch auf die Humanmedizin ausgerichtet. Entsprechend mangelt es dort an veterinärtoxikologischer Expertise. Hinzu kommt, dass die Giftinformationszentren häufig stark ausgelastet sind und keine Kapazitäten haben, Anfragen zu Vergiftungsfällen bei Tieren zu bearbeiten.
KI-basierte Unterstützung rund um die Uhr
Mit Tox-help soll diese Lücke geschlossen werden. Der Service versteht sich als KI-gestützter Diagnose- und Behandlungsassistent für Vergiftungsverdachtsfälle bei Hund und Katze und steht rund um die Uhr zur Verfügung. Auf Basis einer umfangreichen Datenbank werden relevante Informationen in kurzer Zeit identifiziert, um eine individuelle Einschätzung des jeweiligen Falls zu ermöglichen. Ziel ist es, durch passgenaue Empfehlungen zu erforderlichen Maßnahmen schneller und gezielter helfen zu können.
Zwei Versionen für Praxis und Tierhaltende
Geplant sind zwei unterschiedliche Versionen der Anwendung:
- Tox-help Vet Professional richtet sich an Tierärztinnen und Tierärzte und bietet weiterführende toxikologische und pharmakologische Fachinformationen sowie konkrete Therapieempfehlungen für den Praxisalltag.
- Tox-help Vet Home soll Tierhalterinnen und Tierhaltern eine fundierte Ersteinschätzung ermöglichen und Hinweise zu Sofortmaßnahmen geben. Diese Version ist voraussichtlich ab Anfang 2027 verfügbar.
Weitere Funktionen in Planung
Über die eigentliche Vergiftungsberatung hinaus sind zusätzliche Funktionen vorgesehen, um den Praxisalltag zu unterstützen. Dazu zählen unter anderem eine Bibliothek mit Fachinformationen und Literatur, ein Wissensbereich, ein Community-Forum sowie verschiedene praktische Tools wie Dosierungs- und Infusionsrechner, ein Wechselwirkungschecker oder die Verknüpfung zu relevanten Dienstleistern.
Beta-Testerinnen und -Tester gesucht
Aktuell werden Beta-Userinnen und -User gesucht, die Interesse haben, die Plattform kostenfrei zu testen und ihre Weiterentwicklung aktiv mitzugestalten.
Quelle: Tox-help
kcl


