
Mit der 6. Folge des Tiermedizin-Podcasts VET REKORDER rückt ein Fachgebiet in den Fokus, das sich derzeit besonders dynamisch entwickelt: die veterinärmedizinische Onkologie.
Zum VET REKORDER
Der VET REKORDER ist der neue Podcast von Andreas Moll und Sascha Schiffbauer – mitten aus dem Leben der Tiermedizin. In jeder Folge sprechen sie mit Tierärzt*innen, TFAs, Wissenschaftler*innen und Branchenexpert*innen über das, was den Beruf wirklich bewegt: Leidenschaft, Herausforderungen, mentale Gesundheit, Innovation und Menschlichkeit im Praxisalltag.
Unter dem Titel „Lebensqualität isch s wichtigste – mehr Möglichkeiten, mehr Verantwortung“ diskutieren Sascha Schiffbauer und Andreas Moll in der neuen Folge gemeinsam mit Prof. Dr. Mirja C. Nolff (Universitäres Tierspital Zürich), Dr. Nina Eberle (VetSpezial Lehrte), Dr. Jan Kuntz (Equinox Healthcare) und Martin Schröder (Zoetis) den aktuellen Stand der Krebsmedizin in der Tiermedizin.
Unterschiedliche Blickwinkel
Die Runde vereint Perspektiven aus Praxis, Klinik, Universität und Industrie – und macht deutlich: Noch nie waren die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten in der Onkologie so vielfältig wie heute. Moderne Chirurgie, Strahlentherapie, Chemotherapie sowie innovative diagnostische Verfahren eröffnen reale Behandlungsoptionen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Tierärzt*innen, onkologische Patient*innen frühzeitig zu erkennen, richtig einzuordnen und gezielt weiterzuleiten.
Ein zentrales Thema der Diskussion ist die Rolle der frühen Diagnostik. Digitale Zytologie, KI-gestützte Screening-Tools und verbesserte Bildgebung können helfen, onkologische Fragestellungen schneller zu identifizieren. Einigkeit besteht jedoch darin: Technologie bleibt ein Werkzeug – Verantwortung für Interpretation, Therapieentscheidung und Kommunikation liegt weiterhin beim tierärztlichen Team.
Emotionalität & gemeinsames Leitmotiv
Auch der emotionale Umgang mit der Diagnose „Krebs“ wurde intensiv beleuchtet. Trotz medizinischer Fortschritte ist sie weiterhin mit Angst verbunden – bei Tierhalter*innen ebenso wie bei überweisenden Kolleg*innen. Die Teilnehmenden plädieren daher für mehr Offenheit im Umgang mit Möglichkeiten und Grenzen der Onkologie.
Das gemeinsame Leitmotiv: Moderne veterinärmedizinische Onkologie bedeutet nicht Therapie um jeden Preis – sondern individuell verantwortbare Entscheidungen mit dem klaren Ziel, Lebensqualität zu erhalten.
Weiterführende Hintergrundinformationen zum Round-Table-Gespräch sowie zu aktuellen Entwicklungen und zukünftigen Anforderungen in der onkologischen Versorgung finden Sie hier.
Jetzt reinhören!
Quelle (nach Angaben von):
(JD)


