
Die Amsterdamer Grachten werden für Stubentiger häufig zur tödlichen Falle: die hohen und glatten Kaimauern machen es ins Wasser gefallenen Katzen oft unmöglich, wieder an Land zu klettern. Die Tiere können sich zwar lange schwimmend über Wasser halten, sind aber dennoch nach einer gewissen Zeit erschöpft und ertrinken dadurch oft kläglich. Bereits in den letzten 6 Monaten waren allein 19 ertrunkene Katzen zu beklagen.
Darauf hat der Stadtrat nun reagiert und sich für den Einbau spezieller Treppen, die sog. „Kattentrapjes“ ausgesprochen, die die nassen Stubentiger wieder sicher nachhause bringen. Es gilt nun zusammen mit der Amsterdamer Tierrettungsambulanz zu ermitteln, welche Stellen der Kanäle solche Kattentrapjes besonders dringend bedürfen.
Weitere Großstädte mit tierfreundlichen Maßnahmen:
- Utrecht, Niederlande: Vollständig begrünte Wildtierbrücke aus CO₂-armem Geopolymerbeton.
- Paris, Frankreich: Bienenstöcke auf den Dächern über der Stadt.
- Ljubljana, Slowenien: Gestaltung einer bienenfreundlichen Stadt, aus der die Initiative Bee Path Cities entstand und weitere Städte ein Netzwerk für bienenfreundliche Städte gründeten.
- Heidelberg, Deutschland: Spezielle Beleuchtungssysteme mit Sensoren für Radwege. Wird der Weg nicht benutzt ist die Beleuchtung gedimmt, so kann nachts eine dunkle Umgebung für die Tierwelt gewährleistet werden.
Quellen (nach Angaben von):
Amsterdam will Rettungstreppen für Katzen bauen (zeit.de)
Sustainable Concrete Innovation in Utrecht’s Wildlife Bridge Construction (materialdistrict.com)
The People Keeping Bees on Paris’s Most Famous Landmarks (atlasobscura.com)
Bee Path Cities (urbact.eu)
Vögel und Bienen - Warum die Tierwelt Nachleben braucht (schreder.com)
(IR)


