StudiumEntspannt durch die Prüfungen: 7 Tipps gegen Lernstress

Nach der Prüfungsphase ist vor der Prüfungsphase und Stress durch das viele Lernen im Studium somit immer allgegenwärtig. Was dagegen helfen kann, erfahren Sie hier.

Eine Studentin sitzt verzweifelt am Schriebtisch. Vor ihr liegen einige aufgeschlagene Bücher.
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Wer regelmäßige Pausen einhält, kommt entspannter durch die Prüfungsphase.

Schlaflose Nächte, Unruhe und das ständige Gefühl, nicht genug für das Studium zu tun – viele Student*innen kennen das Problem. Leistungsdruck und Lernstress sind vor allem in den Prüfungsphasen ständige Begleiter. Doch was kann man dagegen tun?

1. Lernplan erstellen

Mit einem gut durchdachten Lernplan macht man sich die Prüfungsphasen um einiges leichter. Dabei sollte man sich zunächst mit der Prüfung an sich und dem Ablauf vertraut machen (Wann findet die Prüfung statt? Ist die Prüfung nur mündlich oder gibt es auch einen praktischen Prüfungsteil, etc.). Anschließend kann man seinen Lernstoff sichten und realistisch einteilen. Hier ist es wichtig zu priorisieren und den Stoff nach Relevanz zu sortieren.

Puffer nicht vergessen

Etwas Puffer sollte in jeden Lernplan eingebaut werden, um Unvorhergesehenes aufzufangen und Zeit zum Wiederholen zu haben.

2. Pausen einplanen (und einhalten!)

Zu jedem guten Lernplan gehören auch feste Phasen für Erholung, Freizeit und soziale Kontakte. Diese sollten nicht nur geplant, sondern auch eingehalten werden, denn niemand kann effektiv Leistung erbringen, wenn man seinem Gehirn nicht auch ab und an eine Pause gönnt.

Neben kleineren Pausen zwischen einzelnen Lernabschnitten, sollte man auch längere Pausen nicht vergessen. Wie man diese letztendlich verbringt, ist jede und jedem selbst überlassen und hängt auch von den eigenen Vorlieben ab. So kann man beispielsweise zum Sport gehen, einen langen Spaziergang machen oder sich abends mit Freunden treffen – Hauptsache man kommt auch einmal auf andere Gedanken.

Merke

Mehr als ca. 7 Stunden Netto-Lernzeit pro Tag ist lernphysiologisch nicht sinnvoll!

3. Ausreichend Essen

Du bist, was du isst – ein Spruch, den man sich in der Prüfungsphase zu Herzen nehmen sollte. Denn um eine gute Leistung erbringen zu können, sollte man auch gute und ausgewogene Mahlzeiten zu sich nehmen. Das heißt: Statt Energydrinks, Schokolade und Tiefkühlpizza, sollte man lieber zu Obst, Gemüse, ausreichend Wasser und Vollkornprodukten zurückgreifen.  Zu viel Zucker und Koffein treiben den Blutzuckerspiegel zwar in die Höhe und sorgen für ein kurzzeitiges Hoch, doch die neu gewonnene Energie verschwindet jedoch auch schnell wieder.

Tipp gegen Heißhungerattacken

Kau Kaugummi, knabbere eine Karotte, lutsche ein Bonbon – oder trinke Milchkaffee!

4. Flugmodus einschalten

Für viele ist das Handy ein ständiger Begleiter, doch zum konzentrierten Lernen sollte man es weglegen, um besser voranzukommen. Da viele Student*innen mittlerweile mit Tablet und Laptop lernen und so dennoch Nachrichten empfangen können, kann es auch hilfreich sein den Flugmodus einzuschalten.

Tipp

Wer nicht genug Selbstdisziplin hat, um die Finger vom Handy zu lassen, kann es auch Freund*innen „zum Aufpassen“ beim Lernen in der Bibliothek geben oder das Gerät in einen anderen Raum legen. Zudem gibt es auch Apps, die den Internetzugriff für einen festgelegten Zeitraum blockieren oder bestimmte Apps wie Instagram sperren.

5. Lerntyp herausfinden

Gerade am Anfang des Studiums ist man oft überfordert mit der Fülle an Stoff und weiß nicht genau, wie man sich diesem ab besten widmen soll. Dabei ist es hilfreich herauszufinden, welcher Lerntyp man ist. Kann man sich Dinge besser einprägen, wenn man sie laut ausspricht, lernt man lieber allein oder in einer Gruppe? Wenn man seinen Lerntyp kennt, kann man sich viel Stress in der Prüfungsphase sparen.

6. Lerngruppen bilden 

Gerade für mündliche Prüfungen kann es hilfreich sein, gemeinsam Lerninhalte zu wiederholen, zu üben oder gar eine Prüfungssituation zu simulieren. Auch wenn man sonst gerne allein lernt, hilft es, sich in einer Gruppe auszutauschen und andere Perspektiven zu berücksichtigen.

7. Hilfe holen

Wenn alle Tipps der Welt nicht helfen, ist es keine Schande sich Hilfe zu suchen. Egal ob bei Freund*innen, Mitstudierenden aus höheren Semestern oder bei der Studienberatung – es ist okay sich selbst einzugestehen, dass man allein gerade nicht weiterkommt.

Zu guter Letzt: Prüfungsphasen bedeuten zwar Stress und sind anstrengend, aber man darf nicht vergessen, dass es „nur“ eine Prüfung ist. Manchmal kann es helfen die Bedeutung der anstehenden Klausur tiefer zu hängen und sich zu sagen, dass sein Leben nicht von diesem Ereignis abhängt. Auch ein gesundes Verhältnis zu Misserfolgen zu entwickeln kann helfen, denn wer sich vernünftig vorbereitet hat, braucht sich keinen Vorwurf machen, wenn er trotzdem durchfällt!

Quellen (nach Angaben von):
10 Tipps gegen den Lernstress: Erfolgreich durch das Semester | HAW Kiel
Prüfungsstress reduzieren & bewältigen | BARMER
Camerer, C. Finde deinen Rhythmus! – Der Vorklinik-Coach: Gesund leben vor der Prüfung. Via medici 2011; 16(3): 12-13, DOI: 10.1055/s-0031-1281054

(JD) 

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